Tipps für Homeoffice-Eltern: Wie motiviere ich meine Kinder, etwas für die Schule zu tun?

Tipps für Homeoffice-Eltern: Wie motiviere ich meine Kinder, etwas für die Schule zu tun?

Für viele Eltern dreht sich der Alltag gerade. Wer tagsüber im Homeoffice arbeitet, betreut parallel auch noch seine Kinder, denn die Schulen sind geschlossen. Wie funktioniert so ein Spagat stressfrei? Ich habe nachgefragt bei Lerncoachin Sylvia Carlile aus Landshut:

Petra: Gefühlt ist das für viele Kinder bestimmt wie verlängerte Ferien. Wie motiviere ich sie denn, trotzdem etwas für die Schule zu tun? Bestimmt nicht mit dunklen Vorahnungen wie: ‚… dann bleibste sitzen und musst wiederholen, wenn du dich jetzt nicht auf den Hosenboden setzt!…‘, oder Sylvia?

Lerncoach Sylvia C.: Nein, Druck ist zwar Angstmache, war aber noch nie ein wirklicher Motivator. Wie sehr motiviert es denn uns, wenn wir vom Chef Druck bekommen?

Petra: Hast Du erste Tipps, wie Kinder sich konzentriert über einen bestimmten Zeitraum mit „Schulsachen“ befassen, ohne dass die Eltern mit Nachtisch-Entzug drohen?

Lerncoach Sylvia C.:

  • ein ruhiger Arbeitsplatz
  • nach 45 Minuten eine 5-Minuten-Pause für‘s Gehirn einplanen
  • genügend trinken

Klingt banal, ist es auch – aber mal Hand auf‘s Herz: Wird das immer getan?

Petra: Wie motiviere ich mich als Schüler bei Fächern, die mir schwer fallen? Also wenn ich da an Chemie zurück denke, tät ich freiwillig auf den Nachtisch verzichten…

Lerncoach Sylvia C.: Ein guter Lernplan ist hier Gold wert. Da gehört dazu, in kleinen Schritten zu arbeiten. Wie klein diese Schritte sind, kann für jeden anders aussehen.

Petra: Nicht jede Familie hat eine große Wohnung zur Verfügung. Da können sich nicht die Eltern und Kinder in jeweils separate Räume zurückziehen. Wie funktioniert eine gemeinsame Arbeitsatmosphäre?

Lerncoach Sylvia: Zumindest wenn Kinder lernen, sollten sie sich in ihr Kinderzimmer zurückziehen können.Bei mehreren Kindern lässt sich nacheinander arbeiten.Und man kann in der Familie eine „ruhige Arbeitsstunde“ für alle vereinbaren.

Petra: Viele Schulen bieten ja jetzt online-Tools zum selbständigen Lösen von Aufgaben an. Sollen Eltern dabei sitzen und das überwachen?

Lerncoach Sylvia C.: wie bei regulären Hausaufgaben auch: ……Ein Erstklässler wird andere Unterstützung brauchen als ein  Neuntklässler. Vereinbarungen treffen und kontrollieren ist wichtig, aber „Überwachung“ schafft ganz schnell Widerstand und dicke Luft zu Hause.

Petra: Ich glaube, wir brauchen Dich in nächster Zeit öfter.

Lerncoach Sylvia C.: Sehr gern! Auf meiner website www.slc-lerncoaching.de und meinem Blog gibt es immer wieder Lesenswertes. Und selbstverständlich können mich Eltern direkt per E-Mail oder Telefon kontaktieren. Ich freue mich drauf!

Petra: Wenn ein Kind es bisher, also auch vor Corona, schwer in der Schule hatte, ist der Schulausfall jetzt noch fataler. Können sich Eltern bei Dir professionelle Unterstützung holen trotz Kontaktvermeidung?

Lerncoach Sylvia C.: Klar bin ich für meine Coachees online per Videochat da. Dann können wir uns zwar nicht die Hände reichen, aber wir sehen uns und können uns so aufeinander konzentrieren. Während der allgemeinen Ausnahme-Regelung gibt es bei mir tatkräftige Online-Unterstützung. Näheres auf meiner Seite unter https://www.slc-lerncoaching.de/lernen-von-zu-hause

Vielen Dank, liebe Sylvia, für erste Tipps! Wer mehr Unterstützung sucht, hier die Kontaktdaten:
Sylvia Carlile
slc LernCaoching
www.slc-lerncoaching.de
sc@slc-lerncoaching.de

Titelbild: Image by Mediamodifier from Pixabay