Schon wieder eine Absage

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Sie befinden sich gerade in der Bewerbungsphase. Sie haben schon zig Bewerbungen verschickt. Und bisher stets nur Absagen bekommen. Verständlich, wenn Ihr Frustpegel steigt. Auch heute sehen Sie in Ihr E-Mail-Postfach und finden: die nächste Absage. Dass sie standardmäßig formuliert wurde, frustet noch viel mehr. Weil Sie sich persönlich überhaupt nicht wahrgenommen fühlen sondern nur die Nummer 47 auf dem Absagestapel sind. Dass Sie die Absagegründe nicht mehr erfahren sondern Unternehmen lieber nichtsagende Floskeln verwenden, liegt nicht an Ihnen. Noch mehr als vor der Einführung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes fürchten Unternehmen Diskriminierungsklagen, wenn sie die wahren Absagegründe nennen.

Wie Standard ist Ihre Bewerbung?

Prüfen Sie doch Ihre Bewerbung und somit Ihr Auftreten vor einem Wunschunternehmen genau. Wie sehr Standard ist eigentlich Ihre Bewerbung? Benutzen Sie möglicherweise auch allgemeine Floskeln in Ihrem Bewerbungsanschreiben? „… mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen….“, „… ich bin mir sicher, Ihre Anforderungen zu erfüllen…“. Sorgen Sie also schon im Vorfeld dafür, dass Ihre Standard-Bewerbung geradezu nach einer Standard-Absage ruft?

Das Gesamtpaket macht es!

Es ist nicht nur allein das Anschreiben, das zählt. Nicht nur der Lebenslauf allein überzeugt. Achten Sie auf ein stimmiges Gesamtpaket:

  • Haben Sie Ihr Anschreiben wirklich überzeugend formuliert?
  • Ist Ihr Lebenslauf stimmig und vollständig?
  • Kann der Personalentscheider aus all Ihren Unterlagen sofort erkennen, in welchen Bereichen Sie genau zur ausgeschriebenen Stelle passen?
  • Sind Ihre Unterlagen zusammenhängend und gut strukturiert?
  • Haben Sie auch den korrekten Ansprechpartner in der persönlichen Anrede genannt?
  • Ist Ihre Bewerbung frei von Fehlern?
  • u.v.m.
Fragen Sie nach! Was haben Sie zu verlieren?

Selbst wenn Sie davon ausgehen können, dass Unternehmen grundsätzlich keine Absagegründe nennen möchten: trauen Sie sich trotzdem, nachzufragen! Selbst wenn Ihnen nicht haargenau der Absagegrund genannt wird besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen ein Personaler konkrete Hinweise geben kann, was Sie in Ihrer nächsten Bewerbung besser machen können. Das ist doch was!

Wieso haben Sie beinahe jährlich den Arbeitgeber gewechselt?

Manchmal sind es kleine, unscheinbare Formatfehler, die eine Entscheidung gravierend beeinflussen. Eine meiner Klientinnen hatte seit fast einem Jahr keinen Job gefunden. Gut, Ihre Flexibilität war nun mal eingeschränkt, weil sie die festen  Betreuungszeiten ihrer Tochter zu beachten hatte. Dennoch brachte sie ein Fähigkeitsprofil mit, das sich wirklich sehen lassen kann. Und in Zeiten, in denen flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Arbeit mehr und mehr Einzug halten, ist Kinderbetreuung kein Ausschlussgrund mehr. Aber woran lag es dann? Ich sah mir ihre Unterlagen sehr genau an und fragte sie gerade heraus: „Frau Müller, Ihre Arbeitszeugnisse sind durch die Bank weg prima. Warum haben Sie dann jedes Mal das Unternehmen gewechselt? Und zwar 5x innerhalb der letzten 8 Jahre Ihrer Berufstätigkeit? Das wird vielen Unternehmen auffallen. Suchen diese doch für eine unbefristete Stelle jemanden, der / die länger bleibt als 12-14 Monate…“ Frau Müller schaute mich verständnislos an und antwortete: „Habe ich doch gar nicht!“ Wir gingen ihre Stationen durch und es stellte sich heraus, dass sie die ganze Zeit an ein- und demselben Arbeitsort verbrachte, die Firma jedoch oft den Besitzer gewechselt hatte / umfirmierte usw. Und die Darstellung dieser Fakten im Lebenslauf so unglücklich war, dass der Leser daraus nur eines schlussfolgern kann: Die Bewerberin hält es nie länger als ein gutes Jahr auf einer Stelle aus. Da stimmt mit ihr was nicht…

Haben auch Sie alle Register gezogen und wissen nicht mehr weiter? Holen Sie sich Rat vom Profi. Gern unterstütze ich Sie – ob beim Check Ihrer Bewerbungsunterlagen oder mit Hilfe eines gezielten Coachings für Ihren Berufsweg.

Ihre Petra Carlile